Money Management
Ich habe folgendes Money Management: Mein Stoploss beträgt immer 20 Pips + Spread. Dieser Stoploss ist schon voreingestellt. Achtung Ausnahmen: Bei EUR/GBP hab ich einen Stoploss von 13 Pips + Spread. Bei EUR/CHF hab ich einen Stoploss von 15 Pips plus Spread. Bei XAU/USD (auch Gold genannt) habe ich einen Stoploss von 300 Pips. Bitte stellen Sie den automatischen Stoploss von 20 Pips ein. Vorsicht: Falls ein Trade im XAU/USD stattfindet, stellen Sie davor schon den automatischen Stopp von 20 auf 300 Pips um. Wenn Sie nämlich den automatischen Stoploss von 20 Pips lassen, und diesen erst im Trade auf 300 erhöhen wollen, werden Sie höchstwahrscheinlich sofort ausgestoppt, weil 20 Pips zu eng sind.
Wichtiger Zwischeneinschub: Merken Sie sich schonmal diese Regel. Denn ich werde Ihnen das per Skype-Forex-Signal nicht schreiben. Sobald Sie im Markt sind und der Kurs mit dem Betrag in Gewinnrichtung vorgerückt ist, wie der Stoploss beträgt (Beispiel: Stoploss von 20, Kurs ist gerade 20 Punkte im Plus), halbieren Sie den Stoploss, also ziehen ihn um 10 Punkte enger, sodass er nur noch 10 Punkte + Spread beträgt. Sobald Sie zweimal soweit im Plus sind, wie der ursprüngliche Stoploss betragen hat (also Stoploss war 20, Sie sind gerade mit 40 Punkten im Plus), ziehen Sie den Stoploss auf Einstand, sodass Sie bei Null ausgestoppt wären, wenn der Markt wieder gegen uns dreht. Wann Sie aussteigen sollen, teile ich Ihnen dann mit. Mag sein, dass diese Regel manchmal Ärger bringt, weil Sie manchmal ausgestoppt werden und der Markt dann doch weiter in die Gewinnrichtung dreht. Aber: Im Forex-Trading überleben Sie nur langfristig nach dem Motto: "Gewinne laufen lassen, Verluste begrenzen". Das Geheimnis liegt in der Verlustminimierung.
So, nun weiter mit dem automatischen Stoploss. Gehen Sie dazu bei FX-Trade oben auf "Werkzeuge", dann "Benutzereinstellungen" oder bei Marketindex oben auf "Einstellungen", "Benutzereinstellungen". Es öffnet sich ein Fenster, dort gehen Sie auf Menüleiste "Trade" bei FX oder bei Marketindex Menüleiste "Handel". Sie müssten jetzt dieses Fenster vor sich haben:
Dort geben Sie also bei "Voreingestellte Stop-Loss Order" 20 ein und unten das Häkchen setzen bei "Vorgegebene Stop-Loss Order aktivieren". D. h. sobald sie im Markt sind, ist der Stoploss automatisch mit dabei. Oben bei Standard-Ordervolumen setzen Sie jetzt den Wert, den Sie gewillt sind, pro Stoploss zu verlieren. Als Beispiel wollen wir ein Konto von 10 Tausend Euro unterstellen und davon ungefähr 2 %, sind ca. 200 Euro. Achtung: Diese Menge, die in einen Wert umgerechnet wird, ist dann nicht bei allen Währungen genau gleich. Sie kann sogar stark schwanken. Wenn Sie die linke Maustaste drücken und auf Kauf oder Verkauf drücken, öffnet sich dieses Kauf- oder Verkaufsfenster. Keine Sorge, Sie haben noch nichts gekauft sondern sind erst in dem Fenster.
Bitte beachten Sie, dass ich einen Hebel von 50 eingestellt habe, falls bei Ihnen andere Beträge stehen sollten. Wir haben also jetzt das Fenster für den EUR/USD geöffnet. Sie sehen, oben sind die voreingestellten 150000 Einheiten drin. Und unten sehen Sie bei Stoploss, welchem Wert das entspricht, einschließlich Spread (also Gebühren im Sinne von Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis), falls Sie ausgestoppt werden. Sie sehen: Bei EUR/USD und anderen Währungen sind die Beträge mehr oder weniger immer gleich. Aber gehen Sie z. B. auf EUR/GBP, dann ist der Wert, zu dem Sie ausgestoppt werden um ca. 40 % höher wenn diese Menge voreingestellt ist. Da müssen Sie aufpassen. In dem Fall müssen Sie oben bißchen rumspielen, einige Mengen eingeben bis die Menge oben dem Wert unten entspricht, den Sie gewillt sind, zu verlieren. Bei mir beträgt der Wert 2 %. Normalerweise sagt man 1 % Risiko pro Trade. Machen Sie es wie Sie denken, aber bitte seien Sie kein Selbstmörder. Bei Forex-Trading nie mehr als 3 % pro Trade riskieren. Sie müssen berücksichtigen, das theoretisch 10 Verluste hintereinander kommen könnten. Wieviel hätten Sie dann verloren? Mehr als 30 % vom Kapital. Ich hatte noch nie mehr als 5 Verluste hintereinander, aber man sollte auf alles vorbereitet sein. Zudem kommt noch, dass wenn Sie ihr ganzes Kapital in einem Trade gebunden haben und in der Zeit ein zweites Forex-Signal kommt, Sie sozusagen ihre Geldtruppen dann nicht an die zweite Front schicken können, weil alle an einer eingesetzt sind. Also ineffizient sowas. Prüfen Sie also bei jeder Transaktion, ob unten der Stoplosswert ungefähr Ihren 2 % Risiko entspricht oder dem Wert, den Sie gewillt sind, zu verlieren. Wenn das nicht der Fall ist, müssen Sie oben mit der Orderzahl bißchen rumspielen, bis es ungefähr stimmt. Bitte beachten Sie auch (wenn Sie das Kauf- oder Verkaufsfenster öffnen), dass sie schnell schauen sollten, weil ja die Kurse laufen. Wenn Sie das Fenster 5 Minuten offen haben und der Kurs hat sich schon um 15 Punkte verschoben, kommen Sie verzerrt in den Trade rein. Sie öffnen beispielsweise das Verkaufsfenster (also auf fallende Kurse), automatischer Stoploss von 20 ist drin, Stoploss wär bei 1,3980. Sie machen da noch 5 Minuten rum und gehen dann auf Verkauf, sind im Trade drin und gleich wieder ausgestoppt weil der Kurs inzwischen um 20 Punkte auf 1,3980 gestiegen ist. Also immer das Fenster frisch öffnen, dann rechnet er automatisch ab Öffnen den Stoploss von 20 Punkten rein. Das Wichtigste hab ich Ihnen erklärt. Ich kann Ihnen als Vollzeittrader nicht jede Kleinigkeit erklären. Wenn Sie unsicher sind, eröffnen Sie einfach ein Demokonto und spielen bißchen mit den Einstellungen rum. Dann wissen Sie, was für was da ist.
Jetzt kommen wir zu den Ausnahmen EUR/GBP, EUR/CHF und XAU/USD. Ich sagte ja, für EUR/GBP nehm ich immer einen stoploss von 13, für EUR/CHF einen Stoploss von 15. Hier müssen Sie eben rechnen. Erstmal normal einstellen, dass 20 Punkte 2 % entsprechen. Mit welcher Zahl muss ich die Menge, die da rauskommt, multiplizieren, damit 13 Punkte 2 % entsprechen? Das geht ganz einfach. 20 Punkte + Spread, also 22 Punkte geteilt durch 13 Punkte plus Spread, also 15 Punkte = 1,467. Sie spielen also erstmal oben mit den Mengen so rum, dass die Ordermenge einem Stoplossbetrag von 2 % entspricht. Diese Menge multiplizieren Sie dann mit 1,467 bei EUR/GBP und geben diese Ordermenge ein. Sobald Sie im Trade sind, haben Sie ja den automatischen Stopp von 20 Punkten drin. Diesen setzen Sie bei EUR/GBP um 7 Punkte zurück, dann haben Sie 13 Punkte, die einem Verlust von 2 % entsprechen. Genau die gleiche Rechnung machen Sie beim EUR/CHF, aber eben mit 15 Punkten. Also 22 (da 2 Punkte Spread) geteilt durch 17 (da 2 Punkte Spread) usw. Bei XAU/USD müssen Sie einfach die Menge eingeben, die bei einem möglichen Stoploss 2 % Verlust betragen würde. Sie können sich die Rechnerei auch ersparen, indem Sie jede Woche oder jeden Monat für alle Währungen eine Liste mit der jeweiligen Menge für das jeweilige Währungspaar erstellen.

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